Die bisherigen Beiträge des Landkreises Barnim für die Tourismusförderung über die WITO sind in etwa die gleichen, wie die angedachten für die neue Organisation.
Das bisherige Tourismuskonzept verliert nicht seine Gültigkeit: a) weil es für den Raum des Barnims speziell entwickelt wurde und b) das Tourismuskonzept die Entwicklung hin zur Seenplatte als möglichen Schritt bereits voraus-/angedacht hat. So gesehen sind die aktuellen, strukturellen Überlegungen der Seenplatte eher als eine partielle Weiterentwicklung des Tourismuskonzeptes zu sehen.
Hierzu kann es von Seiten des Gutachtens zur Organisationsstruktur „Seenplatte“ keine Empfehlungen geben. Dies ist eine Entscheidung der Gesellschafter der WITO GmbH. Tatsächlich ist der WI-Teil der WITO bezogen auf Personal- und Finanzressourcen der wesentlich kleinere. Wichtig ist zukünftig so oder so eine Kooperation der „Seenplatte“ auch mit der Wirtschaftsförderung der beteiligten Landkreise.
Die neue Managementorganisation für die Seenplatte ist eine regionale mit regionalen Aufgaben. Sie ist angewiesen auf gut funktionierende lokale Tourismusstrukturen mit ihren TI. Es braucht deshalb gästeorientierte Tourist-Informationen in der Fläche mit Fachkräften, die sowohl zu gästeorientierten Öffnungszeiten die Ausflügler wie Touristen aber auch Einwohnende informieren, aber auch im Managementbereich in ihrer räumlichen Kulisse Infrastrukturen weiterentwickeln und pflegen, Angebote und Produkte kreieren sowie Leistungsträger qualifizieren. Die TI sind verantwortlich für andere Aufgaben als die regionale Organisation der Seenplatte und stehen nicht zur Disposition.
Ein Wegewart wird das nicht schaffen. Überlegenswert ist es allerdings, die guten Erfahrungen des „Wegewart-Modells“ und zentralen Wegemanagements des Barnims auch für die anderen Landkreise zu nutzen – dann aber mit eigenem Personal.
Auch zukünftig werden die verschiedenen Teilräume der Seenplatte angewiesen sein auf die Akquise und Umsetzung von Fördermitteln. Diese Möglichkeit wird es auch in Zukunft geben. Durch vielleicht eine zentrale Fachkraft in der Gesellschaft, die sich mit den verschiedenen Förderprogrammen auskennt, könnte das sogar effizienter gelingen.
Die Seenplatte wird nicht ausschließlich auf die Wasserthemen fokussiert sein. Eigens gebildete Arbeitskreise unter der Leitung von Netzwerkmanager:innen werden sich um die Entwicklung von Produkt- und Erlebniswelten zu Themen wie Radfahren, Wandern sowie Städte und Kultur kümmern – auch hier findet sich der Landkreis Barnim wieder. Solche Arbeitskreise gibt es bisher nicht und sie stellen einen echten Mehrwert zur bisherigen Strukturierung dar.
Es ist eine kommunale Entscheidung, wie und wo sich Kommunen einbringen und „mitspielen“ wollen. Die stärkste Destinationsmarke in Nordbrandenburg wird jedoch die Seenplatte sein, die über die größten finanziellen und personellen Ressourcen verfügt und somit die größte Kraft hat, kommunale Themen erfolgreich am Markt zu positionieren.
Aktuelle Empfehlung ist, dass sich der Tourismusverband Ruppiner Seenland e. V. umfirmiert in den Tourismusverband Brandenburgische Seenplatte e. V. und eine neue Satzung und Beitragsordnung erhält. Es wird demnach kein neuer Tourismusverband gegründet, sondern eine bereits bestehende Struktur genutzt und der Wirkungsbereich räumlich erweitert.
Beide Tourismusverbände werden eng kooperieren und gemeinsam auf die Marke „Seenplatte“ einzahlen. Auch die beiden Teams der Destinationsmanagementorganisationen (DMO) arbeiten gemeinsam im Management der Marke. Deshalb wird eine Doppelmitgliedschaft Rheinsbergs nicht mehr notwendig sein, da auch keine miteinander konkurrierenden Reisegebietsmarken mehr existieren werden.
Nein, ganz im Gegenteil. Die Mecklenburgische Seenplatte wird heutzutage bereits über regionale Grenzen hinweg wahrgenommen. Für den Gast ist es oft schwer zu bestimmen, wo genau das „Mecklenburgische“ beginnt. Mit der Bündelung von Ressourcen und Know-how wird eine noch bessere Bekanntheit und Marktpositionierung erreicht werden. Durch die effektive Zusammenarbeit und Nutzung gemeinsamer Stärken kann die Region ihre Attraktivität weiter steigern und sich stärker im Wettbewerb behaupten. Dies bedeutet nicht nur eine intensivere Vermarktung, sondern auch eine gezieltere Ansprache verschiedener Zielgruppen und eine Stärkung der Marke.
Die Möglichkeiten der Beteiligung für touristische Unternehmen und Akteure werden in der neuen Struktur ausgebaut. Eigene, speziell gebildete Arbeitskreise, die von Netzwerkmanager:innen geleitet werden, werden sich intensiv darum kümmern, attraktive Produkt- und Erlebniswelten zu verschiedenen Themen wie Radfahren, Wandern, Wasseraktivitäten oder Städte und Kultur zu entwickeln. Solche Arbeitskreise sind eine Neuerung und stellen einen echten Mehrwert gegenüber der bisherigen Strukturierung dar. Diese Arbeitskreise bieten eine Plattform, auf der touristische Unternehmen und Akteure nach ihren individuellen Interessen eingeladen werden, aktiv mitzuwirken. Dadurch erhalten sie die Möglichkeit, direkt Einfluss auf die Gestaltung von Produkten und Strategien zu nehmen. Dies fördert nicht nur die Innovation und Qualität der touristischen Angebote, sondern stärkt auch das Netzwerk und die Zusammenarbeit innerhalb der Region.
In dem sie Teil der Familienmarke „Seenplatte“ wird und gemeinsam, partnerschaftlich mit einem grenzüberschreitenden Personalpool aus qualifizierten und motivierten Fachkräften die Organisationsstrategie und das Vorhaben mit den Maßnahmen umsetzt.
Aktueller Kenntnisstand: Ja. Das im Vorfeld der Einführung des Tourismusgesetzes erstellte Organisationsgutachten empfiehlt größere und wettbewerbsfähigere Destinationsstrukturen. Eine Überprüfung im Abgleich mit dem Gutachten hat stattgefunden. Mit einer neuen, leistungsstarken Organisationseinheit folgen die Partner diesen Empfehlungen. Sollte das Tourismusgesetz verabschiedet werden, werden an einigen Stellen möglicherweise Anpassungen erforderlich sein. Die Partner sind sich dessen bewusst und stehen in engem Austausch und Kontakt mit dem TMV.
Die Markenstrategie für die Seenplatte wurde vor der Entwicklung der neuen Landesmarken erarbeitet. Hinsichtlich Markenkern und Werten fügt sich die Marke Seenplatte nahtlos in die neuen Landesmarken von Brandenburg und Mecklenburg ein. Bezüglich Stil und Designelementen ist im weiteren Prozess darauf zu achten, dass Harmonisierungsmerkmale, die die Wahrnehmung und Zugehörigkeit zu den beiden Landesmarken stärken, auch in den Medien der Seenplatte integriert werden. Dazu werden entsprechende Vorschläge erarbeitet.